Zu einem Informationsaustausch und Bürgergespräch kam der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais, in Begleitung des stellvertretenden FDP-Kreisvorsitzenden, Josef Rack, nach Lackendorf. Der langjährige Ortsvorsteher Hermann Hirt informierte ausführlich über die Belange des Dunninger Ortsteils.

Ein drängendes Problem sei der Mobilfunk im Eschachtal. Hier sei eine Verbesserung dringend erforderlich. Sehr schnell zeigte sich, dass mit Karrais und Hirt sich zwei Kenner der Materie Mobilfunk austauschten. Karrais, der digitalpolitische Sprecher seiner Fraktion ist, verwies darauf, wie wichtig es sei, die Bevölkerung mitzunehmen, da sehr häufig Vorbehalte gegen neue Mobilfunkstandorte kämen.

„Der geplante Mobilfunkmast jenseits der Eschach wäre ein optimaler Standort und könnte auch den Ortsbeginn Dunningen sowie Stetten und Flözlingen ausleuchten,“ berichtete Hirt.

„Ich weiß, dass dieses Thema hochemotional besetzt ist“, so Karrais, „aber rational betrachtet sind mehr Mobilfunkstationen besser als weniger, da dies die Leistung, mit der gesendet werden muss, reduziert.“ Wie bei allem gelte, so der FDP-Politiker, dass wer Mobilfunk wolle auch neue Sender unterstützen müsse. Der Digitalisierungsexperte fordere, dass das Land Mediatorenteams einsetzt, um bei Vorbehalten in der Bevölkerung neutral zu vermitteln.

Als Sorgenkind stellte Hirt dem Landespolitiker zwei Themen anheim. Zum einen sei der schlechte Zustand der Ortsdurchfahrt, ab Lackendorf-Mitte bis Stetten ein Thema, das angegangen werden müsse, so Hirt. Zum anderen sei eine Lösung für den Kindergarten gesucht, die bezahlbar sei und ausreichend Plätze vor Ort biete.

Allerdings wisse der rührige Ortsvorsteher auch um die zahlreichen Projekte, die die Gemeinde Dunningen stemmen muss. Um trotz der schwierigen Wirtschaftsentwicklung vieles zu realisieren, brauche es Unterstützung vom Land. „Die Finanzierung der Kommunen muss stimmen. Das heißt, dass das Land für die bestellten Aufgaben geradestehen muss und dafür sorgt, dass Investitionen in die Kinderbetreuung gefördert werden,“ stellte Karrais seine Position dar. In der Abschaffung der Kita-Gebühren sehe er einen frommen Wunsch, aber hohe Risiken für die Kommunen. „Das Land wird nach und nach den Kommunen die Rechnung präsentieren, wenn die Gebühren fallen. Das darf nicht passieren, denn die Aufgaben sind immens,“ positionierte sich Karrais klar. Der FDP-Politiker kündigte an die Gemeinde zu unterstützen, wenn es um Fachförderung geht.

Im Bürgergespräch ging es wiederum um die Mobilität im ländlichen Raum. „Es geht nicht ohne ein eigenes Fahrzeug“, so Karrais auf die Frage eines Bürgers, „aber wir müssen uns um Alternativen beim Kraftstoff kümmern“. Dazu gehöre der Wasserstoff als Energieträger der Zukunft. Der Energieexperte und studierte Ingenieur wolle die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zu einer Modellregion für die Wasserstofftechnologie machen. „Wir brauchen eine Reaktion auf den Wandel der Autobranche, der zweifelsohne im Gange ist,“ so der Abgeordnete.

Anschließend begab sich der FDP-Kandidat zu Bürgergesprächen nach Dunningen.

Text zum Bild:

Zum Expertengespräch trafen sich in Lackendorf der FDP-Politiker Daniel Karrais (Mitte), Ortsvorsteher Hermann Hirt (re) und ein interessierter Bürger.                                  Foto: FDP