Kapstadt, Las Vegas, Zimmern: Weltweit genutzte Software made in Zimmern

Der Landtagsabgeordnete Daniel Karrais (FDP) besuchte im Rahmen seiner Wahlkreiswochen die Firma macs Software mit Standort im Gewerbegebiet INKOM. Das 1999 gegründete Software-Unternehmen sei heutzutage weltweit vertreten, wie Geschäftsführer Michael Joos berichtete.

Joos, Karrais und Wirtschaftsförderer Heiko Gutekunst tauschten sich beim Besuch über die Herausforderungen aus, mit denen sich die IT-Firma, welche im Bereich Controlling tätig ist, konfrontiert sieht. Aktuell beeinflusse die Corona-Krise und der damit einhergehende Investitionsstopp potentieller Kunden auch das Zimmerner Unternehmen. Trotz dem durch die Pandemie hervorgerufenen Schub für die Digitalisierung, sei man mit Investitionen in neue Software teilweise vorsichtig, so Joos.

Das Produkt, mit dem macs begeistere, sei eine Software, die hauptsächlich von Produktions-Unternehmen im Controlling verwendet werde. Jedoch sei die Software generell für jede Branche ein passendes Controlling Instrument. Im Mittelpunkt stehe immer der Kunde und dessen Anforderungen, für den man ganz individuell eine Lösung maßschneidere. Für Joos besonders wichtig: „Auch wenn macs mit Niederlassungen in Südafrika und in USA vertreten ist, unsere Software ist 100% made in Germany und darauf sind wir auch sehr stolz.“

Die macs Software biete Funktionalitäten zur einfachen Bilanz- und Liquiditätsplanung. Auch die vernetzte, unternehmensweite, integrierte Absatz- und Beschaffungsplanung sei ebenfalls möglich. Joos erklärt: „Die Kunden erreichen damit eine sehr hohe Transparenz in Ihrer Ergebnisrechnung bzw. -planung und erkennen frühzeitig, ob und wo Handlungsbedarf besteht.“

„Unser Know-How und auch das Diskutieren auf Augenhöhe wird von unseren Kunden sehr geschätzt. Sie sehen uns somit nicht nur als reinen Software-Lieferant, sondern als Lösungsanbieter, auf den sie sich jederzeit verlassen können,“ berichtet Joos.

Die Firma hatte eine Erweiterung des Standorts um 25 Arbeitsplätze geplant, welche auch mit Hilfe der Förderung „Spitze auf dem Land“ finanziert werde. „Durch die wirtschaftlichen Auswirkungen muss der Anbau jedoch erstmal ruhen,“ sagte Joos. Durch die Krise habe sich aber auch viel im Ablauf geändert, erklärte der Geschäftsführer. „Reisen sind so gut wie ganz gestrichen, dafür arbeiten wir viel mit Videokonferenzen. Das bedeutet aber auch für uns als digitalisierungsaffines Unternehmen gewaltige Umstellungen,“ berichtet Joos aus der Praxis.

Daniel Karrais, digitalpolitischer Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, erkundigte sich, wie dies von den Kunden angenommen werde. „Insgesamt sehr gut. Nichtsdestotrotz verkaufen wir am effektivsten im persönlichen Kontakt bei Veranstaltungen, Messen oder Vor-Ort-Terminen. Das ist aber momentan nur mit Einschränkungen oder gar nicht erlaubt,“ stellt Joos fest. Dem stimmt Karrais zu: „Als Digitalpolitiker bin ich immer ein Fan davon neue, digitale Wege der Kommunikation auszuprobieren und dies beispielsweise auch Gemeinderäten oder Vereinen zu ermöglichen. Ein persönliches Gespräch kann dadurch allerdings nie ersetzt werden.“ Dennoch sei es für den Abgeordneten ein wichtiges Anliegen den Ausbau von Glasfaser und Mobilfunk voranzutreiben. „Datenleitungen sind für dieses Jahrhundert das, was Straßen und Schienen für das 20. Jahrhundert waren. Hier müssen wir deutlich besser werden,“ ist der Politiker überzeugt. Das Inkom sei zwar bereits mit Glasfaseranschlüssen versorgt, jedoch müsse von überall ein schneller Internetzugriff gewährleistet sein, ist Karrais sicher.

Auf das Thema Fachkräfte, die gerade im IT-Bereich gefragt seien, angesprochen kann macs Software punkten. „Wir haben es wiederholt geschafft das Siegel „Attraktiver Arbeitgeber in Gold“ von der IHK zu bekommen. Das Siegel erhalten nur sehr wenige Firmen und ist eine echte Auszeichnung,“ berichtet Joos auch mit etwas Stolz. Von der Attraktivität der Räumlichkeiten konnten sich die Besucher bei einem kurzen Rundgang im Anschluss an das Gespräch überzeugen.