Grünen Bundesvorsitzende und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sorgte mit ihrer Aussage zum Luftverkehr für Furore, denn Baerbock möchte Kurzstreckenflüge perspektivisch verbieten. Hierbei verwies Baerbock insbesondere darauf, dass man als Familie, die mit dem Zug reise, weniger zahlen solle, als für die Kurzstrecke im Flugzeug.

Für den FDP-Landtagsabgeordneten Daniel Karrais ist diese Aussage nicht tragbar. „Es ist schlichtweg zu kurzgegriffen, wenn Frau Baerbock behauptet, dass Fliegen innerhalb Deutschlands billiger ist als Bahnfahren,“ so Karrais. Karrais, der sich im Landtag bereits in der vergangenen Legislaturperiode im Landtag mit den Bereichen Umwelt, Klima und Energiewirtschaft befasste, erklärte: „Eine Auswertung von 15 Verbindungen ergab, dass in 83 Prozent der untersuchten Fälle die Bahnreise billiger war als der Flug.“

Dass Baerbock nun perspektivisch Kurzstreckenflüge verbieten wolle, sei ein Paradebeispiel für den Grünen Verbotsfetisch. Klimaschutz sollte das Klima schützen, doch beim Verbot von Kurzstrecken setze man schlichtweg an der falschen Stellschraube an. „Luftverkehr trägt mit 4 Prozent aller inländischen Reisen nur einen kleinen Anteil zum innerdeutschen Verkehrsmittel-Mix bei,“ so Karrais. Die Grünen legen in bekannter Weise bei solchen Verboten den Fokus darauf, das Leben der Menschen zu verteuern. „Ich möchte lieber einen Fokus auf klimaneutrale Zukunftstechnologien und den CO2-Zertifikatehandel als Anreizsystem setzen,“ so Karrais.