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Karrais: Habecks Kernkraftentscheidung ist halbherzig

„Brauchen jede Kilowattstunde Strom“ / Weitere Preissteigerungen müssen vermieden werden

Der Rottweiler Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des Landtagsausschusses für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Daniel Karrais kritisiert die Ankündigung des Bundeswirtschaftsministers Habeck, zwei der drei Kernkraftwerke in die Reserve zu schicken.

„Habecks Entscheidung ist halbherzig, teuer und unwirksam. Ein Kernkraftwerk kann man nicht Mal eben so an- und abfahren. Der Einsatz muss dauerhaft erfolgen, sonst bringt es nichts für die Stromversorgung. So wie vorgeschlagen, kann man es auch sein lassen,“ erklärte der Abgeordnete. Habeck hatte nach einem Stresstest der Stromversorgung vorgeschlagen, dass die Kraftwerke Isar II in Bayern und Neckarwestheim II in Baden-Württemberg befristet bis April 2023 als Reserve erhalten bleiben sollen, um bei Strommangellagen reaktiviert werden zu können.

„Wir brauchen jede Kilowattstunde Strom aus funktionierenden Kraftwerken. Stattdessen Kohlekraftwerke zu betreiben ist zum einen logistisch eine Herausforderung und zum anderen schädlich fürs Klima,“ sagte Karrais. Es sei besonders wichtig, die verfügbare Strommenge hoch zu halten, um weitere Preissteigerungen zu vermeiden. Auch wenn die Bundesregierung die Marktmechanismen am Strommarkt verändern wolle, müsse der Strom irgendwoher kommen, so der Energiepolitiker.