Bei einem Besuch tauschte sich der FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais mit Aichhaldens Bürgermeister Michael Lehrer aus. Im Zentrum des Informationsaustausches stand das Großprojekt Seniorenresidenz.

Lehrer erläuterte die Überlegungen und Anstrengungen der Verwaltung und des Gemeinderates, die schlussendlich dazu geführt haben, einen Investor für dieses Großprojekt zu gewinnen.

Mit 77 stationären Pflegeplätzen, einem stationären Mittagstisch sowie dem Tagespflegebereich mit Hol- und Bringdienst entstehe ein sehr gutes Seniorenangebot in der Eschachgemeinde, berichtet der Schultes stolz. Das Wohnangebot werde ergänzt durch ein öffentliches Café, einem Friseursalon sowie einer hauseigenen Kapelle. „Pflegeplätze bei uns im ländlichen Raum brauchen wir dringend. Toll, dass die Gemeinde es schafft zentral im Ort eine große Einrichtung aufzubauen“, so Karrais anerkennend.

Die Ortsumfahrung Rötenberg war ein weiteres Thema im Gespräch. Der Bürgermeister hoffe, dass mit den Bauarbeiten 2022 begonnen wird. „Die Entlastung ist wichtig, auch wenn die ursprüngliche Planung vom Regierungspräsidium aus Kostengründen reduziert wurde,“ so Lehrer.

Die Planung der Talstadtumfahrung in Schramberg sei derweil auch für Aichhalden wichtig. So führe der derzeitige Entwurf durch das Eselbachtal über die Gemarkung der Gemeinde. Karrais hatte sich mit einer Anfrage an die Landesregierung dafür eingesetzt, dass auch Aichhalden bei den Gesprächen mit dem Regierungspräsidium einbezogen werde. „Natürlich müssen alle Beteiligten an den Tisch. Die Gespräche werden sicher noch Zeit in Anspruch nehmen,“ sagte Karrais dazu. Er kündigte an die weitere Entwicklung zu beobachten und Aichhaldens Anliegen weiter zu unterstützen.

Vor dem Austausch mit Aichhaldens Bürgermeister fanden zwei Infostände mit Aichhalder Bürgern und in Waldmössingen, statt. Dabei wurde wohlwollend anerkannt, dass Karrais nicht erst seit kurzem in Erscheinung tritt. Es wurde sehr wohl registriert, dass er bereits seit zwei Jahren im Wahlkreis präsent und sehr aktiv sei.

Zudem sprachen ihn Bürger unter anderem auf die Einwanderungspolitik des Landes und des Bundes an. „Fünf Jahre nach dem Zustrom an Einwanderern ist das immer noch ein wichtiges Thema,“ stellte Karrais fest. Er berichtete von mehreren Fällen im Wahlkreis, bei denen arbeits- und integrationswillige Personen abgeschoben wurden, was bei den Arbeitgebern zu Unverständnis geführt habe. „Wir brauchen endlich ein Einwanderungsgesetz, damit man nach ganz klaren Kriterien nach Deutschland einwandern und hier arbeiten darf,“ erklärte der FDP-Politiker seine Position. Hierbei könne das Punktesystem aus Kanada ein Vorbild sein.

 

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Vor Ort erläuterte Bürgermeister Michael Lehrer (re) dem FDP Landtagsabgeordneten Daniel Karrais (li) das Großprojekt Seniorenwohnanlage.                                      Foto: Rack