Landtagsabgeordneter Daniel Karrais auf Klausurtagung im Kreis Rottweil.

Der neue FDP-Landtagsabgeordnete Daniel Karrais und sein Team aus Stuttgart und Rottweil haben sich zu einer dreitägigen Klausurtagung im Kreis Rottweil getroffen.


Nach dem Auftakt mit Besuch des Dornhaner Weihnachtsmarkts und Beginn der Tagung in der Villa Junghans in Schramberg startete das Team im neuen Coworking Space und Digital-Zentrum im Gewerbepark U44 in Lauterbach durch.

„Mir ist es wichtig mit unserer Tagung neue Konzepte zu unterstützen“, begründet der FDP-Abgeordnete Karrais seine Entscheidung als einer der ersten Kunden die Räume in Lauterbach zu nutzen. Die Eigentümer Peter Schuler und sein Sohn Marc André Schuler haben das Fabrikgebäude aus den 70er Jahren Ende letzten Jahres mit ihrer GmbH gekauft und bieten dort flexibel Büroflächen & Coworking Space, Schulungs- & Tagungsräume sowie Produktionsräume mit Infrastruktur für junge, innovative Unternehmen an. „Zielgruppe sind vor allem wachsende Unternehmen aus den umliegenden Technologiegebieten der „Digital Mountains“, „Medical Mountains“ und „Technical Mountains“ sowie andere, digital orientierte Start-Up-Unternehmen“, stellt Schuler sein Konzept vor. „Bei uns können die klassischen Garagenfirmen flexibel Büro- und Produktionsflächen anmieten, wenn sie größer werden und das zu einem sehr günstigen Preis“, wirbt der ehemalige HNO-Arzt, der sich schon vor Jahren mit einer Online-Marketingagentur für Pharma- und Medizintechnikunternehmen selbstständig gemacht hatte.

Lauterbachs Bürgermeister Norbert Swoboda kam ebenfalls in den Gewerbepark, um sich über den Stand von Schulers Projekt zu informieren und um sich mit dem Landtagsabgeordneten Karrais auszutauschen. Aufgrund der schwierigen Topographie von Lauterbach sei das Ausweisen neuer Gewerbegebiete ein schwieriges Unterfangen, erklärte Swoboda. Darum sei es ihm ein besonderes Anliegen, dass die gewerblichen Flächen möglichst gut ausgenutzt werden. „Wir unterstützen den Gewerbepark U44 auch über das städtebauliche Sanierungsprogramm zur Sanierung des Gebäudes“, berichtete der Schultes.

Peter Schuler sprach bei der Gelegenheit das Fehlen eines Glasfaseranschlusses am Gebäude an, obwohl am Verteilerkasten auf der anderen Straßenseite bereits Glasfaser liege. „Die Telekom hat mir bisher noch kein Angebot gemacht und verneint sogar, dass es in unmittelbarer Nähe des Gewerbeparks in Lauterbach Glasfaser gibt“, berichtet Schuler irritiert. Der Bürgermeister bestätigte Probleme mit der Telekom bei der Anbindung der Gebäude mit Glasfaser. „Wir haben vom Ausbauprojekt des Landkreises mit der Telekom profitiert, aber vor allem bei den Unternehmen fehlt der schnelle Glasfaseranschluss. Hier muss es aber schnell weitergehen“, sagte Bürgermeister Swoboda zur Situation. Der Bürgermeister wolle sich aber weiterhin bei der Telekom dafür einsetzen. Auch Karrais kündigte an seine Kontakte zur Telekommunikationsbranche zu nutzen um Schuler zu unterstützen.

Bürgermeister Swoboda zeichnete insgesamt ein positives Bild von der 3.000-Einwohnergemeinde Lauterbach. Über die Verkehrsanbindung könne man nicht klagen, auch wenn die Landesstraße L108 dringend einer Sanierung bedürfe. Auch die Käufe von Wohnraum nähmen zu, was sich Swoboda vor allem mit der schönen Lage und den günstigen Preisen erklärt. In Richtung des Landespolitikers adressierte der Bürgermeister, dass es einen Topographiezuschlag bei Bauförderungen geben sollte. „In Lauterbach etwas zu bauen ist immer teurer als auf dem flachen Land. Das stellt uns oft vor Herausforderungen“, begründet er seinen Wunsch.

Im Anschluss an eine Führung durchs Gebäude zeigte sich Karrais überzeugt vom Konzept des Gewerbeparks. „Gerade im ländlichen Raum brauchen wir innovative Ideen, wie wir jungen Unternehmen einen Platz bieten können. Vielleicht ist ja der nächste Hidden Champion dabei“, meinte der FDP-Abgeordnete. Voraussetzung dazu sei aber eine gute Internetanbindung über Glasfaser, so der Digitalisierungspolitiker weiter. „Das beste Konzept wird nicht fliegen, wenn Unternehmen keine Glasfaser vorfinden“, ist Karrais überzeugt. Darum wolle er alles daransetzen, dass es schnell voran gehe mit dem Glasfaserausbau im Land, damit Unternehmer wie Peter Schuler und sein Sohn Marc André Schuler ihre Ideen und Visionen auch umsetzen können und so dem ländlichen Raum die Zukunft sichern.