Land- und Forstwirtschaft

Die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg erfüllen eine Vielzahl von Leistungen, ohne die unser Leben, wie wir es kennen, nicht funktionieren würde. Trotzdem werden viele ihrer Leistungen weder am Markt angemessen entlohnt noch von der aktuellen Regierung ausreichend unterstützt. Ich setze mich im Landtag aktiv dafür ein, den Betrieben verlässliche Zukunftsaussichten zu bieten, Bürokratie abzubauen und ihnen mithilfe moderner Technik die Arbeit zu erleichtern. Dazu braucht es:

  • Ein stärkeres Agrarinvestitionsprogramm des Landes, überwelches unbürokratischer und einfacher Mittel zur Investitionsförderung abgerufen werden können.
  • Kostenfrei verfügbare Geodaten und Satellitenpositionssignale, die es auch kleineren Betrieben ermöglichen, mithilfe von Präzisionslandwirtschaft ressourcenschonender und gleichzeitig ertragreicher zu arbeiten.
  • Revidierte Regelungen zum Pflanzenschutz, für Gewässerstreifen und die Erhaltung von Grünland. Wo möglich sollten diese auf den europa- und bundesrechtlichen Standard reduziert werden, um unseren eigenen Agrarwirten keine Steine in den Weg zu legen.
  • Markttaugliche Ziele statt landwirtschaftlichen Vorgaben zum Ökolandbau!
  • Eine klare und realitätstaugliche „Nadelholzstrategie 2100“, in die Balance aus klimastabilen Mischwäldern und große Mengen an Nadelholz für die Bedarfsdeckung der Zukunft gesichert wird.
  • Die Förderung der Professionalisierung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse kleinteiliger Privatwaldbesitze.
  • Produktionsintegrierten Natur- und Artenschutz in der Fläche ermöglichen.
  • Den Ausstieg aus der FSC-Zertifizierung der Forstwirtschaft und eine Rückkehr zum international verbreiteten PEFC-Standard.
  • Mehr Wettbewerbsgleichheit zwischen Holzbau und Zement. Dazu muss das Baurecht dringen modernisiert und die Forschung und Entwicklung gefördert

40 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg leben im ländlichen Raum. Viele dieser leben von und arbeiten in der Natur oder verbringen ihre Freizeit darin. Landwirte und Waldbesitzer bewirtschaften ihr Eigentum, wie in jedem Privatunternehmen üblich, zur Gewinnerzielung. Sie haben unsere ökologisch wie touristisch attraktiven Kulturlandschaften seit Generationen nachhaltig geformt, um ihre Familien zu ernähren. Jäger, Angler und Imker nutzen die Produkte der Natur, die sie durch ihre Tätigkeit erhalten, positiv gestalten und vielfältiger werden lassen. Wir stehen an der Seite dieser Naturnutzer und bekennen uns gemäß dem Prinzip „Schützen durch Nützen“ zu ihren Leistungen für Natur und Gesellschaft. Denn eine Politik für Landwirte, Waldeigentümer, Jäger, Angler und Imker ist eine Politik für den ländlichen Raum.

Die Land- und Forstwirtschaft leistet viel mehr als nur unsere Bedarfsdeckung mit Nahrungsmitteln und Holz. Daher setze ich mich dafür ein, dass sie auch eine leistungsgemäße Anerkennung und Entlohnung erfährt. Nicht nur entziehen Wälder und Grünflächen unserer Atmosphäre CO2 und regulieren den Wasserhaushalt. Sie bieten auch Raum für Erholung und Entspannung von unserem Alltag in durch Land- und Forstwirtschaftler gepflegten Kulturlandschaften. Land- und Forstwirtschaftler tragen außerdem mit ihrer Arbeit maßgeblich zum Erhalt der Artenvielfalt bei und gewährleisten ausgewogenen Wasser- und Bodenhaushalte.

Vertiefte Infos gibt es in unseren Positionspapieren der FDP/DVP Fraktion:

Landwirtschaft braucht selbstbestimmte Unternehmerinnen und Unternehmer (pdf)

Smartes Ländle: Denken wir unser Landleben neu (pdf)

Aus Gründen der Lesbarkeit wird hier darauf verzichtet, geschlechtsspezifische Formulierungen zu verwenden. Soweit personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf alle Geschlechter in gleicher Weise.